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Was einst war
Das Resultat
STonX

Was einst war

Atari-LogoEinst wurde ein Computer entworfen, der in vielerlei Hinsicht revolutionär war. Er besaß mit dem MC68000 einen Prozessor, der nicht nur in Lage war, 16 MB Speicher linear und ohne Paging zu adressieren, sondern der auch eine reiche Zahl von 32-Bit-Registern und einen ansehnlichen Befehlssatz besaß. Dazu waren damals 8 Mhz eine geradezu unheimliche Geschwindigkeit und die Ausstattung mit bis zu 4 MB Speicher geradezu verschwenderisch. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war hervorragend.

Als ich selbst einen der ersten Mega-ST2 erwarb, gab es für das zweite Megabyte eigentlich nur eine sinnvolle Anwendung: eine RAM-Disk. Das änderte sich jedoch schnell und so wurde meine ST2 wie viele andere auch zum ST4. Die Jahre gingen dahin, Festplatten wurden zur Standardausstattung, das Betriebssystem TOS (The Operating System) erfuhr mehrere Revisionen, TT und Falcon erschienen.

Doch die Entwicklung bei anderen Systemen blieb nicht stehen. Apple brachte Rechner mit MC68040 und Taktfrequenzen weit jenseits von 8 Mhz und schließlich mit PowerPC heraus. Intel entwickelte den Pentium in vielerlei Gestalt und steigenden Taktfrequenzen. Speicher in Form von SDRAM wurde billiger. Mac-OS und Microsoft Windows wurden weiterentwickelt, Linux wurde anwendertauglich. Bei Atari versuchte man noch rasch das Multitasking zu verbessern, doch weder die Hardware noch das Betriebssystem konnten noch irgendjemanden vom Hocker reißen. Schließlich gab Atari auf.

Das Resultat

Ebensowenig, wie Amiga-Anwender nach der Pleite von Commodore aufgegeben haben, haben die Atari-Anwender aufgegeben. Alternative freie Betriebssysteme wie Xaes oder das oAESis-Projekt, basierend auf MiNT, wurden ebenso weiterentwickelt, wie kommerzielle Systeme. Das Gleiche gilt für die Hardware.

Neue Clone-Hardware war und ist jedoch vergleichsweise teuer. Dies gilt insbesondere auch deshalb, weil neue Software nur noch sehr eingeschränkt verfügbar ist. Die Lösung besteht daher bei sehr vielen Anwendern in der Verwendung eines Emulators. Als Anhänger freier Software und Linux-Benutzer bedeutet das STonX.

Aber auch im Internet ist Atari noch nicht tot. Wer sich für Soft- und Hardware sowohl der ST-Linie als auch der 8-Bit-Atari-Rechner interessiert, kann sich beispielsweise auf der Atari-Homepage informieren.

STonX

STonX-LogoAls ich STonX zum ersten Mal verwendet habe, war Version 0.6.7-epsilon aktuell. Diese Version hatte verschiedene Probleme und Nachteile. Leider hatte Nino die Entwicklung faktisch eingestellt. Deshalb habe ich mich selbst daran gesetzt, einige Bugs beseitigt und neue Features hinzuprogrammiert. Dazu gehört auch ein Dateisystem, das unter MiNT den schnellen Zugriff auf alle unter dem Wirtsbetriebssystem gemounteten Laufwerke verfügbar macht. Somit sind NFS- oder CD-Zugriffe ohne zusätzliche Treiber problemlos möglich.

Zwar werde ich STonX in absehbarer Zeit nicht mehr benötigen und habe deshalb ebenfalls die Entwicklung eingestellt. Zuvor ist es jedoch zu einem regen Kontakt mit anderen Entwicklern gekommen, so dass STonX nun als Sourceforge-Projekt weitergeführt wird.

Die übrige Software für den Atari, die es von mir gibt, betrifft den Einsatz des Rechnerns im Umfeld der Maus-Mailbox. Näheres dazu ist daher hinter dem entsprechenden Knopf oben zu finden.


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Letzte Änderung: Markus Kohm, 2008-08-12