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Was einst war
Was dann geschah
Software von mir

Was einst war

Maus-LogoIn der Zeit, das das Internet zwar bereits erfunden aber selbst an Hochschulen noch längst nicht jeder einen Zugang dazu hatte, gab es Leute, die privat ein Modem ihr Eigen nannten. Natürlich gab es auch das Bedürfnis, sich mittels dieses Modems untereinander auszutauschen. Zu diesem Zweck wurde eine ganze Reihe von Mailboxprogrammen geschrieben. Es entstanden zunächst einzelne Mailboxen. Mit der Zeit entwickelten sich aus einigen dieser Mailboxen ganze Netze von Mailboxen, die untereinander Daten austauschten. Ein Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Netzen oder mit dem Internet war aufgrund der unterschiedlichen Software nicht möglich.

Neben dem international weit verbreiteten aber sehr chaotisch aufgebauten fido, entstand so auch das bezüglich der Netztopologie streng hierarchische MausNet. Das MausNet war Anfangs auf Deutschland beschränkt, fand später aber auch noch Verbreitung in Österreich und der Schweiz. Obwohl weder technisch noch ideologisch auf Deutsch beschränkt, blieb es aber ein Netz des deutschen Sprachraums.

Mit der Zeit entstanden zwischen MausNet und fido aber auch zwischen MausNet und Internet Verknüpfungen, sogenannte Gates. Somit war Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts auch ein Datenaustausch über Netzgrenzen hinweg möglich. Obwohl diese Vernetzung für alle Seiten immer wieder einmal Grund zur Kritik bot, funktionierte das ganze doch erstaunlich gut.

Das MausNet hat auch eine eigene Homepage im Internet. Wer also mehr über das MausNet wissen will, ohne gleich bei einer Maus-Mailbox anzurufen, kann sich dort informieren.

Was dann geschah

Mit der Zeit wurden Internet-Zugänge billiger, Verbindungskosten sanken, Modems wurden durch ISDN abgelöst oder sehr schnell und so wirkten die Einschränkungen und Jahresbeiträge des MausNet antiquiert, träge, unbequem. Trotzdem hatte es noch immer seine Vorzüge und hat noch immer seine Anhänger. Einer davon war seit Jahren meine Wenigkeit.

Wie immer, wenn ich mich für etwas stark interessiere, engagiere ich mich auch und schreibe Software. Obwohl ich für meinen Atari damals eine ganze Menge Software geschrieben habe, fanden vor allem meine Filter für das MausTausch-Frontend CAT Anklang und große Verbreitung. Der bekannteste davon dürfte IO-Converter sein. Eine ganze Menge Filter, jedoch längst nicht alle findet man übrigens in Harald Plackes CAT-IO-Filter- und Tools-Sammlung. Weitere finden sich in den Programmteilen der Mailboxen des MausNet.

Inzwischen habe ich jedoch beschlossen, dem MausNet endgültig den Rücken zu kehren. Ich tue das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Entschluss wurde mir jedoch leicht gemacht, nachdem ich selbst in maus.computer.linux erfahren musste, wie sich ausgerechnet einige Sysops des MausNet in Gruppen aufführen, die von der Maus ins Internet exportiert werden. Das MausNet war früher gerade für seinen freundschaftlichen Umgang bekannt. Einem Mailboxnetz, in dem sich Sysops - mögen es auch nur einige wenige sein - schlimmer als die Axt im Walde benehmen, möchte ich nicht mehr angehören.

Software von mir

Fast von Anfang an, habe ich das MausTauch-Frontend CAT verwendet. Ab Version 2.0 war es bei CAT sehr einfach möglich, Filter für unterschiedliche Aufgaben einzuklinken. Ich habe von dieser Möglichkeit ausführlichen Gebrauch gemacht und eine ganze Reihe von Filtern geschrieben.

Nachdem ich auf Linux umgestiegen war, habe ich zwar weiterhin CAT unter STonX verwendet, allerdings auf die Filter mehr und mehr verzichtet. Grund dafür war zum einen, dass ich den Tausch selbst mit mtbe direkt unter Linux abgewickelt habe. Das ging schnell und unkompliziert. Es lag nahe, auch die Filterung unter Linux zu erledigen. Unter Linux macht man dergleichen mit perl, awk, sed und ähnlichen Werkzeugen.

Der andere Grund für meine Abkehr von meinen eigenen Filtern war, dass ich immer weniger Gruppen direkt im MausNet gelesen habe. Die meisten Gruppen, die mir wichtig waren, wurden auch ins Internet exportiert oder waren sogar Internet-Gruppen. An diesen konnte ich schneller und einfacher mit Linux-Software teilnehmen.

Nicht zu letzt deshalb habe ich auch kurz nach meinem Umstieg auf Linux die Entwicklung meiner Filter eingestellt. Ein anderer Grund dafür war, dass eigentlich alle stabil arbeiteten und keine Veranlassung zu irgendwelchen Erweiterungen vorhanden war. Da die gesamte Software ohnehin immer mehr oder weniger frei und mit ordentlichen Anleitungen versehen war, stellte die Einstellung des Supports ebenfalls kein Problem dar. Den wichtigsten Filter, IO-Converter, habe ich inzwischen unter GPL mit Sourcen freigegeben.

Die meisten Programme rund um die Maus, die ich geschrieben habe, gibt es in Harald Plackes CAT-IO-Filter- und Tools-Sammlung. Leider gilt dies nicht für alle. Deshalb habe ich nachfolgend nocheinmal alle Programme zusammengefasst. Adressen, Kontonummern, Spendenaufrufe, Supporthinweise und ähnliches aus den folgenden Archiven ist zu ignorrieren. Alle Programme sind frei und jeder kann damit machen, was er will. IO-Converter steht unter GPL. Es wird keinerlei Funktion zugesichert. Ich bin im Gegenteil sogar überzeugt, dass die Programme noch Fehler enthalten. Support wird jedoch keiner mehr geleistet, da ich unter anderem nicht mehr über die dazu notwendigen Werkzeuge verfüge.

 Archiv   Größe in Byte   Sinn und Unsinn 
bustophe.zip 29898  Bustopher Jones verschickt Mails und Mitteilungen immer wieder zu bestimmten, konfigurierbaren Zeiten (vor allem für FAQ und ähnliches gedacht.)
decross.zip 27541  Entfernt Crosspostings oder setzt sie auf gefiltert. Crosspostings sind identische Nachrichten, die in verschiedene Gruppen geschickt wurden.
despam05.zip 43944  Entfernt SPAM
distrib.lzh 5764  Mupfel-Script, das in Zusammenarbeit mit IO-Converter die Distribution ausgehender Mitteilungen auf einen vorbestimmten Wert setzen kann
gumbie01.zip 34675  Gumbie Cat sortiert den Inhalt eines Outfiles nach verschiedenen Kriterien um
ifi.zip 10840  Universeller Infile-Filter. Es werden Befehlssequenzen vor dem Versenden von Infiles abgearbeitet. Diese Befehlssequenzen können sehr einfach in die jeweiligen Mitteilungen und Mails eingebaut werden.
ioc_257.zip 251141  IO-Converter ist so ziemlich das mächtigste Werkzeug zur Filterung von Infiles und Outfiles, das es für CAT je gab. Die Mehrzahl der CAT-Anwender hat diesen Filter verwendet. Das Archiv ist bis auf den Austausch des Binaries mit dem weit verbreiteten Archiv ioc_256.zip identisch. Version 2.57 benötigt keine Registierung mehr.
ioc_src.zip 707053  Die Sourcen von IO-Converter und der verwendeten Libraries.
jellycat.zip 32543  Jelly Cat ist ebenfalls ein weit verbreiteter Filter. Er behebt einen Bug in alten 3er Versionen von CAT und arbeitet außerdem IO-Converter zu
jennyany.zip 31056  Jennyanydots dient dazu, ohne CAT Mails und Mitteilungen in das Message-Verzeichnis von CAT einzufügen, also für den Versandt klar zu machen.
mungojer.zip 29956  Mungojerrie ist ein Rundschreibengenerator für CAT


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Letzte Änderung: Markus Kohm, 2008-08-12