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Was es hier gibt
Kleine Helferlein
Größere Helferlein
  PDFtools

Was es hier gibt

Das meiste, was es von mir an Software gibt, ist entweder älteren Datums und im Bereich Atari oder Maus zu finden oder es handelt sich um LaTeX. Was ich sonst so an Software bastle, ist in der Regel nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Trotzdem werde ich hier nach und nach einige Kleinigkeiten aus meiner Trickkiste verraten. Das Hauptproblem dabei ist, dass praktisch keine Dokumentation existiert. Außerdem achte ich bei der Programmierung nichtmehr sonderlich auf Kompatibilität. Was ich schreibe ist für Linux und für mich gedacht. Wer unter Linux daran teilhaben will, wird häufig keine oder wenig Probleme damit haben. Wer jedoch unter einem anderen Unix oder gar unter dem allseits beliebten Fensterbetriebssystem partizipieren will, der muss selbst sehen, was und wie er etwas damit anfangen kann. Natürlich bin ich jederzeit bereits Anpassungen anderer zu übernehmen, soweit dies für mich mit vertretbarem Aufwand möglich ist und sinnvoll erscheint.

Wer hofft, hier Dutzende Links auf allerlei freie Software oder gar auf Raubkopien zu finden, den muss ich enttäuschen. Freie Software sucht man über eine Suchmaschine oder auf einschlägigen Seiten, beispielsweise Sourceforge. Bei mir gibt es nur von mir.

Kleine Helferlein

Unter kleinen Helferlein verstehe ich in erster Linie Skripte in verschiedenen Sprachen, die einem lästige Arbeiten erleichtern. Meist bestehen diese kleinen Helferlein nur aus ein paar Zeilen und es steckt keine große Software Engineering Leistung dahinter. Es ist einfach mehr oder weniger solide Arbeit aus der Werkstatt. Würden mir die Handwerkskammern bezüglich ihres in meinen Augen unbegründeten Anspruchs bezüglich EDV-Berufe nicht so sehr auf den Keks gehen, würde ich es als solides Handwerk bezeichnen.

Genug gelabert, man will Taten sehen.

Patch für das sis-agp Kernel Modul

Das Kernel Module sis_agp von SuSE 9.1 mit Kernel Version 2.6.4 und 2.6.5 berücksichtigt ein paar Macken der SiS-Chipsätze (vor allem 648 und 746) nicht. Das führt u. a. zu AGP-Problemen mit DRI (Hardware-3D-Bescheunigung). Ich habe im Internet einen Patch gefunden, der dieses Problem beseitigt. Leider setzt der auf einem anderen Modul Source. Also habe ich den Patch an die Sourcen des SuSE-Kernels angepasst und ein schönes Paket gebastelt. Das Patchen und Installieren beschränkt sich damit im Wesentlichen auf:

  make modules
  make install

Es sei jedoch gewarnt! Das Patchen des Modules geschieht auf eigene Gefahr. Fehler im Patch oder beim Patchen können dazu führen, das Linux nicht mehr bootet!

Größere Helferlein

Hin und wieder kommt es auch vor, dass ich ein richtiges kleines Softwareprojekt starte. Das passiert immer dann, wenn meine Kenntnisse in Skriptsprachen an ihre Grenzen stoßen und ich keine Lust habe, Bücher zu wälzen. Es liegt also meist weniger an den Skriptsprachen als daran, dass ich mich in C und C++ einfach besser auskenne und selten die richtigen Bücher greifbar sind. Die meisten dieser Programme kann nur ich gebrauchen und würden daher nie in der Öffentlichkeit laden. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass andere ähnliche Probleme zu lösen haben.

PDFtools

Der Name PDFtools ist eigentlich ein Etikettenschwindel. Jeder denkt bei diesem Namen an die ausgezeichneten PSUtils, für die Angus J. C. Duggan in aller Munde sein sollte. Zwar eifert mein Projekt diesen nach, bisher ist aber kaum etwas fertig und vermutlich werde ich nie die Vielfalt und Vollständigkeit erreichen, die Angus bei den PSUtils erreicht hat.

Bisher existieren zwei Programme. PDFreorg ist ein einfaches Werkzeug, um PDF-Dateien ein wenig auf die Sprünge zu helfen. In PDF-Dateien kann sich nämlich ähnlich den Dateien einer bekannten Textverarbeitung aus der Fensterwelt eine Menge Müll ansammeln. Dabei handelt es sich in erster Linie um Objekte, die inzwischen gelöscht oder durch Änderungen überschrieben wurden. Teilweise sind es auch Objekte, die überhaupt nicht verwendet werden, obwohl sie nicht als frei markiert sind. Auch sind für PDF-Dateien unterschiedliche Zeilenenden erlaubt, was etwas hinderlich ist, wenn man einmal mit einem Programm wie less hineinschauen will. All das kann PDFreorg beheben. Außerdem kann man sogenannte named destinations also lokale Links mit einem Präfix versehen. Das ist für alle Leute interessant, die PDF-Dateien mit pdcat zusammenfügen wollen.

PDFcat ist ein Werkzeug, um PDF-Dateien zusammenzufügen. Da PDF ein Binärformat ist und in PDF-Dateien absolute Offsets auf Objekte verwendet werden, ist es nicht möglich, PDF-Dateien einfach aneinander zu hängen. Stattdessen müssen sie beim Zusammenfügen teilweise interpretiert und das Ergebnis neu erzeugt werden. Dabei müssen nicht nur die Objektnummern, sondern auch diverse andere Suchbäume und gegebenenfalls named destinations angepasst werden. PDFcat kann das.

Das heißt, genaugenommen sollen die Programme des Pakets dies alles einmal können, denn bisher existiert nur eine Alphaversion. Diese ist auch nur im Source verfügbar. Wer an den Source kräftig Hand anlegen will, benötigt autoconf/automake in der Version 2.13 (Version 2.5x funktioniert bei mir nicht richtig). Für die Dokumentation im info-Format wird makeinfo 4.0 benötigt. Für die druckbare Dokumentation wird TeX benötigt. Für das reine Compilieren, sollten aber ein C-Compiler und Make genügen. Alles weitere ist der Datei README, die im Archiv enthalten ist, zu entnehmen.


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Letzte Änderung: Markus Kohm, 2008-08-12